Theorie und Praxis der Wirtschaftsinformatik
Durch die schnell voranschreitende Digitalisierung fast aller Lebensbereiche nimmt die Bedeutung der Wirtschaftsinformatik in Wirtschaft und Gesellschaft stetig zu. Wo Informationstechnologien früher lediglich als Hilfsmittel angesehen wurden, sind Informationssysteme heute zur Erfolgsgrundlage vieler Unternehmen geworden. Durch den Einsatz von modernen Informationssystemen verändern sich derzeit ganze Branchen und vollkommen neue Geschäftsmodelle werden möglich.
Innerhalb von Unternehmen unterstützen heute innovative Informationssysteme sämtliche Geschäftsprozesse. Das betrifft zum einen alle Bereiche des operativen Tagesgeschäfts. Insbesondere unterstützen sie auch das Management bei ihrer Aufgabe, die strategischen Weichen für das Unternehmen zu stellen. Zunehmend werden betriebliche Informationssysteme unternehmensübergreifend mit Kunden, Lieferanten und anderen Partnern vernetzt. Somit können die Lösungen der Wirtschaftsinformatik die weltweite Zusammenarbeit verbessern.
Die Wirtschaftsinformatik ist ein interdisziplinäres Fach an der Schnittstelle von Betriebswirtschaftslehre und Informatik und beinhaltet darüber hinaus eigene Lehr- und Forschungsthemen. Somit bietet die Wirtschaftsinformatik mehr als die Schnittmenge dieser Disziplinen, wie beispielsweise spezielle Methoden zur Auswahl und Einführung von Informationssystemen in Unternehmen oder zur Abstimmung von Unternehmensstrategie und Informationsverarbeitung. Wichtige Hilfsdisziplinen der Wirtschaftsinformatik sind unter anderem die Mathematik, Statistik sowie Recht. Die Studienrichtung Business Engineering deckt die gesamte Bandbreite der Wirtschaftsinformatik ab.
Das duale Studienmodell
Die angehenden Studierenden bewerben sich bei einem Unternehmen ihrer Wahl – dem Dualen Partner. Haben sie mit dem Betrieb einen Studienvertrag geschlossen, dann werden die Studierenden immatrikuliert. Es wechseln sich dreimonatige Theoriephasen an der Hochschule mit gleichlangen Praxisphasen beim Dualen Partner ab. So kann die Theorie direkt in der Praxis angewandt werden und umgekehrt ergeben sich aus den Erfahrungen der Praxis neue Ansatzpunkte für die Theorie.
Schlüsselqualifikationen und Soft Skills
Wirtschaftsinformatiker sind typischerweise in Projekten eingebunden, wo sie arbeitsteilige Prozesse übernehmen. Dazu gehören beispielsweise die Gestaltung von Geschäftsprozessen oder die Entwicklung betrieblicher Informationssysteme. Kommunikationsfähigkeit, Teamarbeit und Mitarbeiterführung zählen daher zu den unverzichtbaren Fähigkeiten eines Wirtschaftsinformatikers. Zum Erwerb und der Weiterentwicklung dieser Qualifikationen werden einige Seminare sowie Lehrveranstaltungen angeboten.